Der Wein war schon immer einer der größten Reichtümer der Region Oeste.
In den meisten Gemeinden der Region wird seit Jahrhunderten Wein angebaut; eine Tätigkeit, die sich zu einem der wichtigsten charakteristischen Faktoren der Region Oeste entwickelt hat.
(…) «Die Weingärten, die zu Hunderten die hellen und der warmen Sommersonne zugewandten Hänge überziehen, verstärken das intensive und leuchtende Grün der Landschaft. Das langsame, wochen- und monatelange Heranreifen der Trauben – Frucht der strahlenden Sonne, dem Blut der Erde und der pflegenden Hand des Menschen – ist ein geradezu göttlicher Prozess, der dem Alltag Würde verleiht. Anfang Herbst, wenn das Weinlaub eine erhabene goldbraune Färbung annimmt, beginnt die Weinlese. Die Weinkeller werden geöffnet, die Weintanks vorbereitet und die Landbevölkerung verfällt in eine mitreißende, fast berauschte Geschäftigkeit. In dieser Zeit erfüllt ein Mostgeruch die Region Oeste, ein köstliches Aroma, das sich bis zum Ende der Weinlese und dem Höhepunkt der „adiafa“, einer traditionellen Mahlzeit, über die Dörfer und Städtchen verteilt.
Dann beginnt das eigentliche Fest, wenn der Ritus der Weinlese mit Gelächter, dem Klang der Ziehharmonika und dem rasanten Zauber der Tänzer endet, die beinahe so mitreißend sind wie die Leidenschaft selbst. Und allgegenwärtig: der Wein, mit dem man das Leben feiert.»
In: http://www.rt-oeste.pt